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Es war einmal und war auch nicht auf einem kleinen einsamen Bauernhof. Da lebte ein Bauernpaar mit ihren Kindern. Sastria war zehn Jahre alt und so faul, wie es kein zweites Kind sein könnte. Pino dagegen war nur ein Jahr jünger und schmächtig, aber er half seinen Eltern, wo er nur konnte.

 

Und wieder rief die Mutter:

„Sastria, geh und hol einen Eimer Wasser aus dem Brunnen!“

„Das kann Pino machen. Ich habe keine Lust.“

„Er kann den schweren Eimer nicht tragen. So hilf ihm doch“, sprach die Mutter. Aber vergebens. Die Tochter war mal nicht zu überreden. Es stand schlimm um sie. Kein anderes Kind im Dorf war so faul wie Sastria. Und so wurde sie von allen nur Faullieschen gerufen. Das kümmerte sie jedoch nicht, denn die Meinung der anderen war ihr gleich.   

 

So hatte Pino einen Einfall und nahm zwei Eimer mit zum Brunnen. Mutter wunderte sich darüber und wollte ihm hinterherrufen, aber der Junge war längst zur Tür hinaus geeilt. Als er mit beiden Eimern wiederkam, waren beide zur Hälfte mit Wasser gefüllt.

„Was bist du doch für ein kluger Bursche“, lobte ihn die Mutter, denn nun schüttete sie einen halben Eimer in den anderen und hatte somit einen ganzen Eimer mit Wasser.

 

Am nächsten Tag machte sich das Bauernpaar auf den Weg zum Markt, um Eier, Wolle und Milch feil zu bieten. Vorher wiesen sie das Faullieschen an, die Wäsche im Fluss zu waschen und zum Trocknen aufzuhängen, während sie weg waren. Pino sollte die Hühner, das Schaf und die Kuh füttern. Er erledigte seine Aufgaben schnell und gewissenhaft. Seine Schwester jedoch ging auf die Wiese am Fluss, legte sich ins hohe grüne Gras und verschlief den ganzen Tag.

Ach, war der Unmut groß, als die Eltern abends völlig erschöpft vom Markt kamen. Wie tadelten sie das Mädchen, aber alles half nichts.

 

So ging es seit Jahren tagein tagaus. Und keiner wusste einen Rat für die Eltern. Selbst angedrohte Strafe konnte das Faullieschen nicht umstimmen.

 

Selbst, wenn Pino mit seiner Schwester spielen wollte, schlug sie das aus. Er war traurig darüber, dachte er doch, sie könne ihn nicht leiden. Das brach ihm fast sein kleines Herz.

 

Eines Nachts geschah es, dass ein fürchterlicher Sturm über die Gegend zog. Von alledem bekam das Faullieschen nichts mit. Als sie am nächsten Morgen aufwachte, war alles verändert. Der Stall war zusammengefallen und die Tiere verschwunden. Der Garten und das Feld verwüstet. Sie suchte nach ihren Eltern und ihrem Bruder. Doch auch diese entdeckte sie nirgends. Was sollte sie nun tun? Faullieschen hatte Hunger und suchte im Haus nach etwas essbarem, fand jedoch nichts. Also ging sie zum Brunnen, um zu trinken, aber dieser war eingestürzt.

 


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