Meine Märchen
Joshuas Märchenreich
Leseproben
=> Das verschwundene Licht
=> Die traurige Waldsee-Elfe
=> Die Nebel-Burg
=> Prinz Dalibor und das Mädchen Bojana
=> Der Mühlen-Elf
=> Prinzessin Ohnekrone
=> Anna und der letzte Thüringer Wolf
=> Von einem, der auszog, das Unglück zu finden
=> Glacierus, der Eisdrache
=> Das blaue Schwert
=> Das kleinste Feld
=> Das Geheimnis der Kräuterfrauen - Das Heilkraut Kamille
=> Milaros und das Geheimnis der Einhörner
=> Der Mondschäfer
=> Wie ein Prinz eine Prinzessin befreite
=> Als Rumpel noch nicht Stielzchen hieß
=> Der altkluge Tischler
=> Die sieben Brüder
=> Im verlassenen Tal
Kurzgeschichten
Termine
Über mich
Bilder
Preise
Buchempfehlungen
Zeichner und Illustratoren
Gästebuch
Links
Kontakt
Impressum

Es war einmal und war auch nicht vor langer Zeit, als die Menschen noch an Feen, Hexen, Zauberei und Drachen glaubten. Da lebten tief in den Wäldern verborgen seltsame Wesen. Sie sahen den Pferden ähnlich und trugen auf ihren Kopf ein gewundenes Horn. Von Menschen wurden sie kaum entdeckt und viele berichteten Sagen um die geheimnisvollen Einhörner.

 

Edelmütig  und gütig waren sie. Ihre Hörner hatten magische Kräfte, denn sie konnten Krankheiten und Wunden heilen. So mancher verfolgte, jagte und tötete sie, um an das wertvolle Horn zu kommen. Es gab kaum noch Einhörner.

 

Eines Tages sammelte ein kleines Mädchen namens Ida Blumen in der Nähe des Waldes, in welchem einst Einhörner lebten. Aber davon wusste sie nichts. Ida war einen Moment unachtsam und fiel über eine Wurzel. Sie verletzte sich dabei am Bein und Blut floss stark aus der Wunde. Sie fing an zu schreien, aber niemand konnte sie so weit weg von ihrem Dorf hören. Immer ängstlicher wurde sie und ihre Kräfte schwanden, als es auf einmal aus dem Wald Geräusche kamen. Es hörte sich an, wie das knacken von Untergehölz. Ida blickte in die Richtung und traute ihren Augen kaum, als aus den Büschen des Waldes ein schwarzes Einhorn trat. Sein Fell glänzte prächtig und sein gedrehtes Horn glitzerte in der Sonne. Zauberhaft wirkte seine lange schwarze Mähne.

 

Majestätisch schritt es auf das verwundete Mädchen zu, welches langsam zurückwich. Noch nie hatte sie ein Einhorn gesehen und bisher nur von ihnen gehört. Doch das Tier schien friedlich zu sein. Anmutig senkte es den Kopf und sprach:

„Du brauchst dich nicht zu fürchten. Ich werde dir kein Leid antun.“

„Bist du ein Einhorn? Wie heißt du?“, fragte Ida immer noch ängstlich.

„Ja, ich bin ein Einhorn. Das letzte, dass in diesem Wald lebt, vielleicht sogar das letzte auf der Welt. Mein Name ist Milaros“, sagte es und scharrte mit dem rechten Vorderhuf auf dem weichen Boden. „Ich habe gespürt, dass dir etwas zugestoßen ist und bin gekommen, um dir zu helfen.“

„Ich bin Ida. Wie willst du mir helfen?“

Doch Milaros antwortete nicht, sondern trat an Ida heran. Als er ganz nah war, senkte er seinen Kopf und berührte mit seinem Horn die Wunde am Bein des Mädchens. Wie durch einen Zauber stoppte die Blutung, die Wunde schloss sich und ihr Bein sah aus, als ob nie etwas geschehen wäre. Ida blickte ungläubig zwischen ihrem Bein und dem Einhorn hin und her. Milaros war wieder einen Schritt zurückgetreten und lächelte sie sanftmütig an.

„Was ist das für ein Zauber?“, fragte sie.

„Weißt du denn nicht, dass wir Einhörner magische Kräfte besitzen? ...


 

 
 







Heute waren schon 1 Besucher (30 Hits) hier!
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=